Intuitives Gärtnern

Der Intuitive Gärtner

Wer ist der Gärtner überhaupt? Wir sagen: Jeder Mensch kann Gärtner sein! Der Gärtner dient dem Garten und seinen Lebewesen. Er steht im Dienste des Lebendigen. Sein Körper ist von Natur aus Instrument für die Wahrnehmungen und das Erkennen des Notwendigen. Durch Übung erlangt er immer größere Möglichkeiten, die Pflanzen zu entdecken. So kann er diese Schritt für Schritt ganzheitlicher hegen und pflegen.

Über die Intuition

Was ist eigentlich die Intuition?

Schlägt man im Duden-Fremdwörterbuch1 das Wort ‚Intuition‘ nach, so wird sie dort charakterisiert als „das unmittelbare, nicht diskursive, nicht auf Reflexion beruhende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts od. eines komplizierten Vorgangs“.

Betrachtet man die Herkunft des Wortes, so findet man: „zu lat. intuērī ‘genau auf etw. hinsehen, etw. geistig betrachten“2

Wenn wir die Intuition nutzen, kommen wir also zu geistigen Erkenntnissen. Diese sind unmittelbar. Zeigen sich in inneren Bildern oder Worten, die nicht durch das Reflektieren entstanden sind.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Wort Intuition im „(18. Jh.) aus lat. intuitio (Genitiv intuitiōnis) ‘das Erscheinen des Bildes im Spiegel’“3 entlehnt wurde.

Das uns unmittelbar Erscheinende in der Intuition zeigt sich also im Spiegel unseres eigenen Wesens.

Jeder Mensch hat einen individuellen Spiegel. Intuitive Wahrnehmungen sind daher nicht im herkömmlichen Sinne ‚reproduzierbar‘. Und doch ist die Essenz jeder zu einem bestimmten Sachverhalt angestellten intuitiven Wahrnehmung exakt gleich. Der Unterschied ist lediglich der Spiegel, indem der Sachverhalt geschaut wurde.

  1. Dudenredaktion. (1997). Das Fremdwörterbuch: auf der Grundlage der neuen amtlichen Rechtschreibregeln, S. 376f. ↩︎
  2. https://www.dwds.de/wb/Intuition ↩︎
  3. https://www.dwds.de/wb/Intuition ↩︎